Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Joh 15,12

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Grußwort - Ostern

Liebe Schwestern und Brüder,

Das größte Fest überhaupt steht uns endlich bevor. Das Osterfest. Ich kann ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich mich darauf freue. Nicht nur, weil dann endlich diese entbehrungsreiche Fastenzeit endlich endet und die fünfzig Tage des Osterjubilierens beginnen, nein, vielmehr deshalb, weil ich es wirklich glauben will, was wir da feierten.

Stellen sie sich das doch bitte einmal allen ernstes vor. All das, was wir da feiern stimmt. Genau so.

Ich denke mir oft, wie groß ist die Distanz zwischen diesem gewaltigen Gott und mir. Was für eine Entfernung! Ich fühle mich klein, sündhaft als einer unter vielen. Dagegen Gott, unendlich, allmächtig, groß, gerecht. Unüberbrückbar scheint im Alltag all zu oft die Distanz. Denn Verborgen ist unser Gott uns Menschen, er fühlt sich manchmal abwesend an, auch unnahbar, manchmal fremd.

Christus soll tatsächlich lebendig sein und leben? Damals wie heute? Gott hüllt sich in das Stückchen Brot heute. Er wirkt irgendwie verkleidet. Ich frage mich, warum? Vermutlich, weil wir nur so seinen Anblick ertragen können. Unsere Augen, unser Verstand würde wahrscheinlich gar nicht ausreichen ihn zu schauen. Manchmal stockt mir der Atmen. Vor dem Wunder, dass ich mich ihm nähern darf.

Gott, du unwandelbare Kraft, du ewiges Licht, schau gütig auf deine Kirche und wirke durch sie das Heil der Menschen. So erfahre die Welt, was du von Ewigkeit her bestimmt hast: Was alt ist, wird neu, was dunkel ist, wird licht, was tot war, steht auf zum Leben und alles wird wieder heil in dem, der der Ursprung von allem ist, in unserem Herrn Jesus Christus, der mit dir lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.

Ich lade sie recht herzlich zur Mitfeier der Heiligen Woche ein. Es gibt so viele Gottesdienste, so viele Angebote sich dem Geheimnis Gottes zu nähern. Feiern sie nach Möglichkeit aber nicht nur in der Kirche, feiern sie auch Zuhause, auf ihrer Arbeitsstelle, in der Schule, bei Freunden und Verwandten. Erzählen sie den Menschen von Jesus und was an Ostern passiert ist.

Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber der Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht. Während sie ratlos dastanden, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Und sie kehrten vom Grab in die Stadt zurück und berichteten alles den Elf und den anderen Jüngern.

Ich wünsche Ihnen und ihren Familien ein frohes und gesegnetes Osterfest.

Ihr Pastor Patrik Krutten

 

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Grußwort im Februar

Liebe Schwestern und Brüder,

Am 2. und 3. Februar ist es endlich soweit. Das Projekt „Gedenkkerze“ startet mit der Kerzenweihe in der Vorabendmesse und im Hochamt. Was steckt dahinter? Nun, Sie wissen, von der kleinen Lichtfeier, die unseren Sterbeämtern am Freitag voran geht. Nun war die Idee, etwas zu schaffen, was die Angehörigen der Verstorbenen mit nach Hause nehmen können, zum Gedenken an die Verstorbenen und als Zeichen der Solidarität der Trauernden mit der Pfarrgemeinde. Die Räte unserer Pfarreiengemeinschaft haben eine Gedenkkerze entwickelt, die ab Lichtmess, nach der Kerzenweihe, in jedem Sterbeamt benutzt wird und am Ende des Sterbeamtes den Angehörigen mit nach Hause gegeben wird.

Durch die Weihe der Kerzen wird diese dem alltäglichen Gebrauch entzogen. Sie dient ab dann nicht mehr primär dazu Licht zu spenden, oder eine wohlige Atmosphäre zu schaffen. Sie soll viel mehr über die Trauer hinaus auf Gott verweisen, auf unseren Herrn Jesus Christus, das Licht der Welt, auf den Grund unserer Hoffnung. So lade ich sie herzliche ein, auch ihre privaten Kerzen, die Sie mit in die Gottesdienste am 2. und 3. Februar zu bringen. Dort werden sie geweiht und dienen fortan das ganze Jahr über dem religiösen Zweck. Legen sie einfach Ihre Kerzen vor dem Altar ab. Im Gottesdienst werden diese dann gesegnet. Am Ende des Gottesdienstes können Sie diese dann mit nach Hause nehmen.

Ebenfalls am 2. und 3. Februar feiern wir das Gedenken an den Heiligen Bischof Blasius. Die Verehrung des Heiligen Blasius hat eine lange Tradition. Auf die Fürsprache des heiligen Bischofs Blasius erbeten wir uns den Schutz vor Halskrankheiten und allem Bösen. Der Blasiussegen wird am dem 2. Februar und dann die ganze Woche über gespendet. Zuerst in allgemeiner Form und dann als Einzelsegen. Nach Aufforderung kommen Sie einfach nach vorne und erhalten den Segen. Um unnötig lange Wartezeiten zu verhindern, wird der Segen die ganze folgende Woche in jeder Messe ausgeteilt werden. Also machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihnen die Wartezeit am Samstag oder Sonntag zu lange sind, kommen Sie einfach in der Woche vorbei.

Der heilige Bischof Blasius galt als tugendhafter Mann und wurde darum in Sebaste in Armenien zum Bischof geweiht. Seine Zeit als Bischof ist aber nicht mit der der deutschen Bischöfe heutzutage zu vergleichen. Wegen seines Festhaltens an Jesus, wurde Bischof Blasius verfolgt und schließlich verlor er sein Leben. Die Heiden hatten es damals ganz besonders auf die Bischöfe und Priester abgesehen, denn sie dachten, haben wir die Hirten getötet, wird die Herde wohl auseinander laufen. Zu Lebzeiten, versuchte Bischof Blasius der Verfolgung durch Flucht zu entgehen. Er versteckte sich in einer Felsenhöhle im Berg Agäus, die Tiere des Waldes waren seine einzigen Gesellschafter. Als Freund Gottes und als liebevoller Mensch, waren die Triere auch lieb zu ihm, gehorchtem ihm. Sogar die wildesten von ihnen wurden zutraulich, legten sich zu seinen Füßen, ließen sich von ihm streicheln, und wenn sie verwundet waren, so kamen sie zum Bischof und ließen sich verbinden. So oft sie kamen und gingen, gab er ihnen seinen Segen.

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Grußwort zum neuen Jahr

Liebe Schwestern und Brüder,

Gott sei Dank hat das Neue Jahr angefangen. Die Feierlichkeiten sind eingestellt. Alltag tritt ein.

Spannend wird dieses neue Jahr 2019 trotzdem werden. Vieles steht an, vieles wird sich verändern, vieles wird neu werden.

Ende Januar wird sich der Helferkreis der Begegnungsstätte in Wemmetsweiler auflösen. Über Jahrzehnte oblag den ehrenamtlich Tätigen die Sorge für die Begegnungsstätte und deren Besucher. Viel wurde geleistet, viel wurde gefeiert, viel wurde erreicht zum Wohle der Kirche und zum Wohle des Ortes. Für all die vielen Handgriffe, für all das viele Planen, für all den Einsatz, den großen wie den kleinen, sei hier allen ein herzliches Wort des Dankes gesagt. Danke für Ihr Beispiel, danke für ihr Dasein.

Mit der Auflösung des Helferkreises kommt es für die Begegnungsstätte zu einer Zäsur. Die Räumlichkeiten, die in den Jahren für die Menschen zu einem Stück Heimat geworden sind, sollen nach dem Willen der Räte nicht ungenutzt leer stehen. Anforderungen an den Brandschutz und technische Ausrüstung würden hohe Investitionen verlangen, die mit Blick auf die rückläufige Entwicklung der Gläubigenzahlen nicht mehr zu rechtfertigen sind. Was läge da näher, als die Begegnungsstätte in ein Haus für die Zukunft der Pfarrei und des Ortes zu überführen. Mit der Aufgabe der Begegnungsstätte für die pfarrliche Nutzung, eröffnen sich neue Möglichkeiten. Statt Abschied für immer, ginge die Begegnungsstätte an unsere Kinder, die damit einen größeren und moderneren Kindergarten erhalten würden. All das Engagement der Menschen über die Jahre wäre nicht verloren, sondern ginge sozusagen an die neuen Erben über. Ein echter Generationenwechsel. Bis zur endgültigen Klärung gilt es hier aber noch einiges an Planung und Beschlussfassungen bei Kita, Kirche und Politik zu fassen. Aber wir als Kirchengemeinde legen ein schlüssiges Konzept vor.

Zum Gesamtkonzept des pfarrlichen Lebens in Wemmetsweiler kommt neben der geplanten Übergabe der Begegnungsstätte, vor allem die Stärkung und Sicherung der kirchlichen Gruppierungen. In Zusammenarbeit mit dem Seniorenhaus Immaculata ist es gelungen, den monatlichen Geburtstagskaffee der Seniorinnen und Senioren zu erhalten. Dieser findet in Zukunft im Begegnungscafe des Seniorenhauses statt. Auch die Gymnastikgruppe hat hier neue Heimat gefunden. Der Umbau des Pfarrhauses Wemmetsweiler wurde von den zuständigen kirchlichen Behörden in Trier genehmigt und wird uns in Zukunft barrierefreie Räumlichkeiten im Pfarrhaus zur Verfügung stellen. Mit Blick auf die Umsetzung der Diözesansynode am 1.1.2020 ist es unerlässlich, den Standort zukunftsfest zu machen.

Ich danke schon jetzt allen, die mithelfen an unserem Zukunftsprojekt weiter zu bauen. Näheres kann ich erst in den nächsten Pfarrbriefen mitteilen, wenn entsprechende Planungen vorliegen. Ich halte sie aber auf dem Laufenden. Versprochen.

Am Ende meines Grußwortes möchte ich allen Vereinen, Gruppierungen und allen Menschen danken, die im letzten Jahr zum Wohle der Menschen und zur Ehre Gottes ihre Arbeitskraft, ihren guten Willen und ihr Engagement in Merchweiler und in Wemmetsweiler eingebracht haben. Vielen Dank ihnen allen. Nur durch ihr Tun und Handeln, ihr Mitmachen und ihr Gebet sind wir wahrhaft lebendige Kirche vor Ort.

Ihnen allen und ihren Familien ein frohes und gesegnetes und vor allem ein spannendes neues Jahr 2019.

Ihr Pastor
Patrik Krutten

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Grußwort zum Jahreswechsel

Liebe Schwestern und Brüder,

Eigentlich empfinde ich nichts.

Wenn ich so an das neue Jahr denke, wenn ich so an Sylvester denke, dann spüre ich nichts. Keine besondere Freude die aufkommen will. Es ist zum verrückt werden. Alle freuen sich doch an Sylvester auf das neue Jahr. Alle feiern und lassen es sich gut gehen, treffen Freunde, gehen in die Kirche und sind ganz aus dem Häuschen. Ich spüre nix. Jedenfalls nix besonderes. Nichts was nicht an jedem anderen Tag ganz genau so wäre. Sylvester und Neujahr haben ihren Glanz für mich total verloren. Da ist nix an dem Datum was Grund gibt zu feiern. Alles willkürlich, alles menschengemacht. Auf ein Datum folgt ein anderes. Nix neues.

Warum dann der ganze Aufwand?

Keine Ahnung. Muss ich denn auf alles eine Antwort haben, muss immer meine Antwort richtig sein? Was nützt es. Wiederum nix. Nichts. Auch ohne mich würde es ein neues Jahr geben und wieder und wieder und wieder eins, wie es sie auf dieser Welt schon seit unzählig langen Zeiten gibt.

Nur Windhauch sind die Menschen, nur Trug die Menschenkinder. Sie schnellen empor auf der Waage, leichter als Windhauch sind sie alle. Ps 62, 10

Tatsächlich. Windhauch scheint so ein Menschenleben zu sein. Nix extremes. Vielmehr etwas zartes, unfassbares. Wer kann schon von sich behaupten, einen Windhauch halten zu können? Behaupten, behaupten. Ja. Behaupten tun wir Menschen viel. Glauben viel zu wissen, nerven damit uns und andere. Was nützt es. Nix.

Da dachte ich mir: Was den Ungebildeten trifft, trifft also auch mich. Warum bin ich dann über die Maßen gebildet? Und ich überlegte mir, dass auch das Windhauch ist. Koh 2, 15

Was wird das neue Jahr so alles bringen? Keine Ahnung. Viel Spekulation. Was wird aus Angela Merkel? Was wird aus Annegret Kramp-Karrenbauer und all den anderen Politiker? Was werden Trump und Putin und all die, die etwas zu sagen haben, an Überraschungen aus ihren Hüten zaubern? Was nützt es? Nix.

Die Volksmenge nimmt kein Ende, gleichgültig, wer an ihre Spitze getreten ist. Im Übrigen werden die Späteren auch mit ihm nicht zufrieden sein. Denn auch das ist Windhauch und Luftgespinst. Koh 4,16

Ja was denn nun? So kann das hier doch nicht weiter gehen. Da wird mir ganz anders. Ich werde am Ende noch traurig. Nein, das wäre nix. Aha, da lese ich etwas Interessantes.

Mit einer Frau, die du liebst, genieß das Leben alle Tage deines Lebens voll Windhauch, die er dir unter der Sonne geschenkt hat, alle deine Tage voll Windhauch! Denn das ist dein Anteil am Leben und an dem Besitz, für den du dich unter der Sonne anstrengst. Koh 9,9

Das klingt gut. Mit einem lieben Menschen das Leben genießen. Das klingt schon beinahe zu einfach um wahr zu sein. Vielleicht aber ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Gelassener werden. Nicht versuchen wollen den Windhauch einzutüten, sondern Lebensfreude ausprobieren. Menschen gern haben. Vielleicht neue Menschen treffen, offen sein. Und zulassen, dass ich gar nicht so wichtig bin, sondern geliebt. Von Gott geliebt. Fertig aus, Amen.

Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Joh 13, 34

Ihr Pastor
Patrik Krutten

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Grußwort im Advent

Liebe Schwestern und Brüder,

mit großen Schritten bewegen wir uns auf das Hochheilige Weihnachtsfest zu. Das Fest der Liebe, das Fest des Friedens. Ich freue mich wirklich sehr auf Weihnachten. Das ist genau mein Fest, die Stimmung draußen, die Lichter, die Gottesdienste, aber auch die Zeit der Vorbereitung finde ich Klasse. Der Advent der einen einlädt zur Ruhe zu kommen, während gleichzeitig so viele Termine auf einen einprasseln wie sonst das ganze Jahr über nicht.

Ich liebe den Advent, ich liebe Weihnachten.

Keine Sorge, ich komme ihnen jetzt nicht mit Geschichten aus meiner Jugend, mit Storys von Geschenken und heiler Familie. Nein, mich beschäftigen gerade ganz andere Dinge. Ich mache mir nämlich Sorgen. Große Sorgen. Ich fürchte mich manchmal. Ich fürchte mich vor „Fake News“, vor Nachrichten die jeglichem wahren Grund entbehren. Noch vor ein paar Jahren konnte man solche falschen Nachrichten gut erkennen. Ich erinnere mich an eine besonders lustige Nachricht. Angeblich hätte man in einer Nacht und Nebelaktion den Kölner Dom um 360 Grad gedreht. Ich hab herzlich gelacht. Denn auf den ersten Blick hat mich die Schlagzeile doch dazu verführt, die Meldung zu lesen. Hat geklappt, prima dachte ich mir. Wie pfiffig von den Autoren.

Aber was ich damals noch lustig fand, macht mir heute echt Sorgen. Immer öfter begegnen mir Meldungen, bei denen ich mir plötzlich nicht mehr sicher bin, ob diese auch wahr sind. Immer öfter begegnen mir Meldungen, die in ganz entgegengesetzte Richtungen gehen. Immer häufiger bekomme ich das Gefühl, dass es Mächte in dieser Welt gibt, die sich auf Kosten der Wahrheit, damit beschäftigen mich und andere in die Irre zu führen. Längst ist das nicht mehr lustig. „Fake News“ begegnen uns im Umfeld von politischen Wahlen, in sozialen Medien, aber auch im Freundes- und Verwandtenkreis. Denn was passiert, wenn jemand so eine falsche Nachricht für wahr hält? Er wird beginnen diese Nachricht weiter zu verbreiten und damit mit seinem Namen und seiner Person dieser falschen Nachricht Gewicht und Glaubwürdigkeit schenken. Seine Glaubwürdigkeit.

Au weia. Da steht viel auf dem Spiel. Letztlich die menschliche Freiheit und das Vertrauen in uns selbst. Eine harte Sache, kein Wunder, dass ich mir Sorgen mache.

Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazareth in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Es geschah, als sie dort waren, da erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In dieser Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens. Und es geschah, als die Engel von ihnen in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Lasst uns nach Betlehem gehen, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr kundgetan hat! So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war.

Das ist die Weihnachtsgeschichte wie sie um Lukasevangelium überliefert worden ist. Es gibt nicht viele Menschen die uns vorwerfen, dass es sich dabei um „Fake News“ handelt. Um ein Ereignis das es entweder gar nicht gegeben hat, oder das ganz anders zu deuten sei. Und wer sich heute zu dieser Nachricht von der Geburt Christi bekennt, der begibt sich in Gefahr. So ähnlich, wie wenn sich einer für „Fake News“ einsetzt und diese weiter erzählt. Und nun? Sollten wir also lieber nicht mehr von Weihnachten und der Geburt Christi reden?

Sollten wir lieber still sein und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen? Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen genau das machen und ich kann die Gründe dafür verstehen. Aber liebe Schwestern und Brüder, ich glaube daran, dass die Geschichte aus dem Lukas Evangelium stimmt. Ich glaube, dass Christus geboren worden ist, dass Gott als kleines Kind seinen Weg zu uns Menschen gefunden hat. Ich will mich auch dafür einsetzen, mit all meiner Glaubwürdigkeit. Ich will ganz auf meinen Herrn vertrauen. Mich tröstet die Stelle von den aufgeregten Hirten die sich gefürchtet haben als der Engel ihnen erschienen ist. Wahrscheinlich wäre es mir genauso gegangen damals.

Seit 2000 Jahren feiern wir als Christen die Geburt Christi. Wir tun dies Zuhause, wir tun dies auf der Arbeitsstelle, wir tun dies mit Freunden und Verwandten, wir tun dies ganz klar auch in der Kirche. Wir tun dies im Vertrauen auf Jesus, der von sich mal gesagt hat er sei der Weg, die Wahrheit und das Leben. Na dann mal los. Fürchtet euch nicht. Lasst es Weihnachten werden und erzählt allen davon.

Liebe Grüße
Ihr Pastor Patrik Krutten

 

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Ein Gebet

Ja, mein Herr,
wenn du es willst, will ich es auch,
und wenn du es nicht willst,
will ich es auch nicht.

Hl. Franz von Sales

Ein Zitat

„Gott liebt einen freudigen Geber“, sagt Paulus (2Kor 9,7). Ihr könnt eure Dankbarkeit Gott und den anderen gegenüber nicht überzeugender zum Ausdruck bringen als dadurch, dass ihr alles mit Freuden annehmt. Ein freudiges Herz ist das ganz normale Ergebnis eines vor Liebe brennenden Herzens.

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Neuigkeiten aus dem Bistum Trier ...

  • Seit zwei Jahrzehnten nähern sich Jugendliche im Hunsrück den Ostertagen durch einen ökumenischen Kreuzweg.

... & aus der Bibel

Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

Joh 13,12-15