Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Joh 15,12

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Grußwort im August

Liebe Schwestern und Brüder,

wenn ich die Nachrichten der letzten Zeit verfolge, dann wird mir manchmal ganz anders. Und zwar genau dann, wenn ich von Demonstrationen höre, die sich gegen die Hygienevorschriften der Behörden richten. Angesichts dessen, dass wir in Deutschland bisher im Vergleich zu anderen Ländern moderate Todesfallzahlen haben, ist dies doch sicherlich auf die Disziplin gerade auf das Befolgen dieser Vorschriften zurück zu führen. Die Corona-Pandemie ist wie eine Naturkatastrophe über uns herein gebrochen. Da heißt es, in Deckung gehen und keine unnötigen Risiken eingehen. Nicht nur um sich selbst nicht zu gefährden, sondern auch mit dem Blick auf den Nächsten, auf meine Schwestern und Brüder. Große Anstrengungen bringt der Kampf gegen diese Pandemie weltweit mit sich. Neben unzähligen Toten und schwer erkrankten Menschen, sind etliche Menschen, an den Rand der wirtschaftlichen Belastbarkeit gelangt, oder darüber hinaus. All dies darf uns als Christen nicht kalt lassen und das tut es auch nicht.

Ich erlebe in unserer Pfarreiengemeinschaft sehr viel christliches Miteinander und gegenseitigen Respekt. Menschen die bereit sind, sich für andere einzusetzen und Menschen, die sich bewusst an die Hygieneregeln halten und diese nicht übertreten. Beispielhaft möchte ich das Singen in unseren Gottesdiensten herausnehmen. Wir singen weniger als üblich und wenn, dann nur mit Mundschutz. Nur so können wir die Gefahr der Bildung gefährlicher Aerosole gut minimieren und den Kirchenbesuch sicher gestalten. Darüber hinaus haben sich aber auch Menschen gefunden, die bereit sind als Kantorinnen und Kantoren, oder Minischola, die Gottesdienste mitzugestalten. Dafür schon mal jetzt ein ganz herzliches Dankeschön.

Aus unserer Pfarreiengemeinschaft erreichen mich aber auch Informationen, dass junge Menschen in diesem Jahr bewusst auf eine Fernreise im Urlaub verzichten, um bewusst ein Zeichen gegen die Ausbreitung des Virus zu setzen. Mich beeindruckt ein solches Verhalten sehr, denn wie salonfähig ist der Egoismus im Alltag geworden und wie herausragend Mut machend sind solche jungen Menschen für mich. Auch dafür ein recht herzliches Dankeschön.

Ich erlebe auch unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Pfarreiengemeinschaft einen sehr großen und um das Wohl aller bemühten Einsatz. Vieles läuft hinter den Kulissen ab, so dass manch ein Zeitgenosse meint, die geleistete Arbeit nicht würdigen zu müssen. Daher möchte ich das hier ausdrücklich tun. Die letzten Monate waren von der Intensität, vom Einsatz und der Arbeitsbelastung unter schwierigen Bedingungen bisher beispiellos. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Pfarreiengemeinschaft haben sich bisher beispielhaft eingebracht. Vielen Dank.

Und natürlich geht auch mein Dank an alle Gläubigen, die mit der Kraft des Gebetes diese Zeit Sinn und Erfüllung geben. Wenn unsere Kirchenglocken läuten und wir uns zum Gebet vereinen, aber auch dann, wenn private Gebete in den eigenen Anliegen oder in den Anliegen der Schwestern und Brüder den Himmel bestürmen. Vielen herzlichen Dank dafür.

Wann und wie wir wieder zur Normalität zurück kehren können werden, steht aktuell noch in den Sternen. Schritt für Schritt sind wir auf dem Weg, wobei es mir wichtig ist, dass niemand Angst haben muss. Wir tun dies, was sicher ist und von allem anderen gönnen wir uns momentan eine Pause. Und noch etwas, wenn es die Situation gebietet, werden wir auch mutig genug sein, Schritte zurück zu machen und Angebote wieder einzuschränken, zu unserem eigenen Wohl, aber auch zum Wohl unserer Brüder und Schwestern. Wir sind auf einem guten Weg und unserer Herr Jesus Christus ist sicher an unserer Seite. Bei allem Leid, was diese Pandemie mit sich bringt, werden wir uns zukünftig auch fragen dürfen, was hat es an Veränderungen in unseren christlichen Alltag gebracht, wovon können wir uns verabschieden und was wollen wir unbedingt wieder haben.

Diese Zeit ist spannend, unser Herr möge uns segnen und einem jeden den Mut und die Zuversicht geben, dass am Ende nicht Angst und Not, sondern seine Liebe triumphieren werden.

Ich versichere Ihnen mein begleitendes Gebet und meinen vollen Einsatz für unsere Pfarreiengemeinschaft.

Ihr Pastor Patrik Krutten

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Grußwort im Juli

Liebe Schwestern und Brüder,

herzliche Grüße aus dem Pfarrhaus in Merchweiler. Ich hoffe sehr, dass es ihnen gut geht und versichere ihnen mein begleitendes Gebet. Die Lockerungen in Zeiten der Pandemie sind für uns als Pfarrgemeinde deutlich spürbar. Seit dem Christi Himmelfahrtstag feiern wir wieder öffentliche Gottesdienste. Wir haben ein strenges Schutzkonzept, welches notwendig ist für den sicheren Besuch der Gottesdienste und auch den sicheren Empfang der Sakramente. Noch ist nicht alles wie vor der Pandemie und wenn ich ehrlich bin, glaube ich auch nicht, dass wir dieses Jahr zur Normalität in Gänze zurückkehren können, jedoch bin ich Schritt für Schritt dabei, auf freiwilliger Basis, auf diese Normalität hin zu arbeiten. Ich bitte Sie um Verständnis, auch wenn einige da vielleicht anderer Meinung sind als ich und sich ein rascheres Voranschreiten wünschten. Die Maßnahmen sind dringend erforderlich und die vergleichsweise harmlose Entwicklung in unserem Land sind meiner Meinung nach deutliche Belege für den Erfolg der ergriffenen Maßnahmen. Allen die mitgeholfen haben und auch weiter mithelfen meinen herzlichsten Dank.

Und noch eine gute Nachricht gilt es heute zu vermelden. Am ersten September erfährt unser Pastoralteam eine Verstärkung. Zu uns stößt die Gemeindeassistentin Frau Evelyn Finkler. Ich freue mich sehr über die Entscheidung aus Trier, unser Team hier zu verstärken. Frau Finkler wird sich in einem der nächsten Pfarrbriefe persönlich vorstellen. Nur schon mal soviel vorab, liebe Frau Finkler, herzlich Willkommen.

Vom 5. Juli an werde ich meinen Urlaub antreten. In diesen vier Wochen sind sie nicht ohne Priester. Herr Pfarrer Paschal Uzukwu aus Nigeria wird die Ferienvertretung übernehmen. Herr Uzwuku absolviert sein Lizentiats-/Promotions-Studium in München an der Ludwig-Maximilians-Universität und freut sich schon, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Herr Pfarrer Uzwuku wird vermutlich ab dem 3. Juli bei uns ankommen und in Merchweiler wohnen. Ich heiße ihn herzlich Willkommen und Danke ihm für seine Bereitschaft diesen Dienst zu übernehmen. Ich bitte Sie, Herrn Pfarrer Uzwuku mit der ihnen eigenen Herzlichkeit willkommen zu heißen.

Kurzbiographie von Pfarrer Uzwuku

1989 - 1994 Grundschule Mercy Primary School, Umuahia
1994 - 2000 Priesterseminar „Immaculate Conception“ Ahiaeke
2002 - 2006 Priesterseminar „Bigard Memorial“ Enugu (B.Phil/BA)
2006 - 2010 Priesterseminar „Bigard Memorial“ Enugu (BD)
2011 Priesterweihe
2011 - 2012 Kaplan in „St. Charles Catholic Church Old Umuahia“
2012 - 2014 Kaplan in „St. Peters Catholic Church Ikwuano
2014 Studium an der „National Teachers Institute“ Kaduna (PGDE)
2014 - 2017 Pfarrer der „SS. Michael & Gabriel Catholic Church Ugwueke

Forschungsprojekt von Pfarrer Uzwuku

Ich mӧchte über das Thema „YHWH has sought out a man after his own heart”: A critical search for the meaning and implications of ‘the mind of YHWH‘ for Saul and David in 1 Samuel 13:13-14“ forschen.

Herr Pfarrer Uzwuku besitzt kein Auto und ist so darauf angewiesen, dass hilfsbereite Pfarrangehörige ihn auch mal mitnehmen oder ihn irgendwo hinbringen.

Wer sich vorstellen könnte, Herrn Uzwuku zu unterstützen, kann gerne seine Telefonnummer im Pfarrbüro abgeben, sodass sich Herr Uzwuku bei Ihnen melden kann.

 

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Grußwort im Mai

Liebe Schwestern und Brüder,

intensiv wurde in den letzten Tagen und Wochen um einen Weg aus der gottesdienstlichen Einengung heraus gesucht.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat diese Woche ein Schutzkonzept vorgelegt, welches auch in unserem Bistum, mit den entsprechenden Anpassungen uns die Möglichkeit bietet, Schritt für Schritt einen Weg in Richtung Normalität zu wagen. Wie es mit Konzepten auf der Ebene der Deutschen Bischofskonferenz und des Bistums so ist, sind sie nur in Teilen auf die Situation vor Ort abgestimmt und bedürfen somit häufig einer Anpassung. So sehe ich das auch. Für unsere Pfarreiengemeinschaft und meine Verantwortung ist es, diese Anpassungen anzuregen und eventuell weiter zu entwickeln. Für mich persönlich ist das Schutzkonzept und die zu feiernden Gottesdienste in dieser Form eine Katastrophe. Wir sind kein Sportverein, sondern eine heilige Versammlung von Gläubigen, wo es gerade auf die Nähe untereinander ankommt. Ich halte es aber auch für möglich, trotz körperlicher Entfernung, eine innere Nähe aufzubauen und sozusagen im Krisenmodus diese Zeit auch durchzustehen. Da niemand die Entwicklung der Infektionszahlen voraussehen kann und eventuell eine sogenannte zweite Infektionswelle droht, die ihrerseits mit großer Wucht einherginge und die öffentlichen Autoritäten dazu bewegen würde, wieder schärfere Maßnahmen zu ergreifen, halte ich es für absolut geboten, im bisher erprobten Krisenmodus zu bleiben, funktionierendes zu erhalten und nicht durch voreilige Schritte zu gefährden. Was läuft denn aktuell?

1. Stand der Dinge

Aktuell sind unsere Kirchen täglich von morgens bis abends geöffnet. Allein das ist, wenn ich auf die Kirchen in der unmittelbaren und mittelbaren Umgebung schaue, nicht selbstverständlich. Viele Kirchen sind ganz geschlossen, oder täglich nur eine Stunde geöffnet. Wir liegen da mit unserem Angebot weit darüber und ich muss sagen, es wird gut genutzt und angenommen. Die Menschen sind froh und dankbar dafür mit unseren Kirchen einen Ort zu haben, wo sie Geborgenheit im Sturm der Zeit finden. Dies ist für mich erhaltenswert. Gestützt wird die These durch den ungebrochen hohen Anteil an Kerzenopfern und natürlich auch durch die enorme Resonanz auf die Mutmachaltäre, die nun im Marienmonat Mai eine Weiterentwicklung erfahren sollen. Auch die Möglichkeit bei öffentlichen Proben der Kirchenmusiker anwesend zu sein, im Rahmen des persönlichen Gebetes, wird genutzt und dankend angenommen. Menschen haben die Gelegenheit zu privaten Andachten und Gebet. Die Menschen nutzen die Angebote von Fernsehgottesdiensten und Radioübertragungen und gehen zum Empfang der geistlichen Kommunion über, wie mir im regelmäßigen Kontakt mit unseren Stammgottesdienstbesuchern immer wieder versichert wird. Die Einbindung der Kommunionkinder und deren Familien funktioniert und gilt es auszubauen, da ein belastbarer Termin für eine Erstkommunionfeier im klassischen Sinn noch lange nicht vorausgesagt werden kann. Die Küsterinnen und Hausverwalterinnen, sowie das Personal (Sekretariat, Reinigung, Instandhaltung, …) kommt mit den Aufgaben und Anforderungen zurecht und kann diese stemmen. Die Rückkehr zu Eucharistiefeiern zum jetzigen Zeitpunkt ist möglich, bringt jedoch Gefahren mit sich. Der Bischof von Trier hat die Gläubigen bis auf Weiteres von der Sonntagspflicht befreit.

2. Gefahren

Eine Gefahr ist eine Situation oder ein Sachverhalt, der zu einer negativen Auswirkung führen kann. Hier sehe ich vor allen Dingen drei große Blöcke, die ich im einzelnen kurz erläutern möchte. Vieles von dem was aktuell als „privates“ Gebet abgehalten wird, würde durch übereilte Schritte zu einem öffentlichen Gottesdienst und würde dann durch das anzuwendende Schutzkonzept verkompliziert oder gar unmöglich. Wir würden mehr verlieren, als wir gewinnen.

a. Inhaltliche Überschneidungen

Die Feier der Eucharistie ist in unseren Kirchen ein Angebot unter anderen Angeboten. Sicher das Herausragendste, aber dennoch nicht das Einzigste. D.h. auch andere Angebote wie Angelusgebete, Rosenkränze, Betstunden, Sakramentalien, FamilienZeit, etc… haben ihre Berechtigung und brauchen ihre Ressourcen (Zeit, Raum, Menschen, Arbeitskräfte, …) und eben auch nach dem Schutzkonzept der katholischen Kirche Ressourcen die Hygienemaßnahmen betreffend (Begrüßungsteam, Desinfektionsmittelspender, Mund-Nasen-Masken, Platzführung/Wegführung, Reinigung und Desinfektion, Pflege des Mobiliars, Eigenschutz, ...). Es muss sichergestellt sein, dass durch den Besuch des Gottesdienstes, keine Gefahr für den Gottesdienstbesucher wie auch die Mitarbeitenden ausgeht, bzw. dieser auf ein Minimum gemäß Schutzkonzept reduziert wird.

b. Belastung

Dies bedeutet eine höhere Belastung an unsere Mitarbeitenden. Beispielsweise muss zwingend das Kirchengebäude inklusive der Sitzbänke vor sowie nach dem Gottesdienst gereinigt und desinfiziert werden. Natürlich kann diese Aufgabe von unseren Küsterinnen, Hausverwalterinnen und Reinigungskräften übernommen werden. Wir müssen allerdings im Blick behalten, dass dies nicht zum Nulltarif geschieht und ausbalanciert sein muss. Hinzu kommt, dass unsere Mitarbeiterinnen einen Anspruch auf Urlaub haben, oder krank werden können. An dem Punkt können allzu enthusiastisch gefassten Pläne scheitern. Ebenfalls nicht unbegrenzt verfügbar ist die Einbeziehung ehrenamtlicher Helfenden. Wir reden von einem eventuell noch mehrere Monate dauernden Szenario.

c. Ansteckung

Das Thema Ansteckung ist natürlich ebenfalls nicht vom Tisch. Es besteht die Möglichkeit, dass durch eine Ansteckung im Bereich der Teilnehmenden auch unsere Mitarbeitenden in Quarantäne kommen, bzw. erkranken. Dafür kann niemand von uns die Verantwortung übernehmen und ich als Pastor werde alles daransetzen, dem Schutz der Gesundheit als höchstem Gut mich unterzuordnen. Wer will das verantworten, dass ein Großteil unserer Gottesdienstbesucher, die ja zu den Risikogruppen* gehören, erkrankt, oder gar stirbt. Corona ist kein Spaß, sondern bittere Realität, archaisch, unberechenbar wie ein Vulkanausbruch.

3. Mögliche Wege

Es gibt mehrere mögliche Wege um mit der Krise gut und ressourcenschonend umzugehen. Ich schlage auch in Absprache mit meinem Kollegen Folgendes vor:
Erst einmal Ruhe bewahren und keine voreiligen Schritte unternehmen, wir wollen nicht stolpern. Unsere Ressourcen klären. Wichtige Feste als Zielmarken in den Blick nehmen: Christi Himmelfahrt, Pfingsten. Einen Sonntagsgottesdienst alternierend nach folgendem Schema frühestens nach Pfingsten, also im Juni wieder ansetzen:

Empfangsteam Merchweiler
Holger Hassel, Nena Mohr
Küsterin: Sabine Hassel

Empfangsteam Wemmetsweiler
Sabine Hassel, Nena Mohr
Küsterin: Maria Arnold

Anmeldung und Archivierung
Über Pfarrbüro: Anne Schmitt; vor Ort bei entsprechendem Platzangebot (Weiterleitung der Daten durch das Empfangsteam an Frau Schmitt)

Vorbereitung
Schließen der Kirche am Samstag komplett und Reinigung der Wege, der Bänke (inkl. Holzpflege) und Desinfektion. Durch Frau Schirra (Frau Backes), die Küsterin und die Hausverwaltung. Herstellen der Laufwege und der Sitzplätze, Kontrolle der Desinfektionsmittelspender.

Durchführung
Öffnung der Kirche 20 Minuten vor Gottesdienstbeginn am Sonntag. Kein Gemeindegesang, keine Dienste (bis auf einen Lektor), Mund-Nasenschutz und Durchlüftung des Kirchenraumes. Kommunionspendung beim Auszug, nur durch den Pastor.

Christi Himmelfahrt und Pfingsten
In Wemmetsweiler besteht die Idee eines „Autogottesdienstes. Ich stehe dem positiv gegenüber. Aus Sicht des Infektionsschutzes, jedoch sehe ich einen großen logistischen Aufwand der vorher zu klären wäre und den wir von Seiten der Hauptamtlichen nicht leisten können.
Der Gottesdienstbereich vor dem Jugendheim in Merchweiler erfüllt alle Voraussetzungen für sicheres und ressourcenschonendes Feiern. Den Vorschlag der deutschen Bischofskonferenz, wie auch des Bistums auf Gottesdienst im Freien auszuweichen, halte ich mit Blick auf die Feiertage für eine sehr gute Idee. Hierzu bietet sich nach allem Abwägen der Innenhof vor dem Jugendheim in Merchweiler an. Mein Vorschlag ist es, dort an Christi Himmelfahrt einen Gottesdienst im Freien anzubieten, ebenso am Pfingstsonntag und am Pfingstmontag. Die Stühle sind ohne größere Transporte aus dem Jugendheim zu entnehmen, die Stühle sind wetterfest und der Raum sicher auch bei schlechtem Wetter. Ein ähnliches Angebot ist derzeit so in Wemmetsweiler nicht zu realisieren.
Als Pfarreiengemeinschaft in Not bitte ich auch, auf alle diesbezüglichen Einwände wohlwollend zu reagieren.
Einstieg in die Sterbeämter ab Juli.

4. Fahrplan

08. bis 15. Mai Information der Gläubigen durch Aushang, Pfarrbrief und Blickpunkt
Erster Gottesdienst öffentlich an Christi Himmelfahrt auf dem Vorplatz Jugendheim Merchweiler
Zweiter Gottesdienst am Pfingstsonntag Vorplatz Jugendheim
Dritter Gottesdienst am Pfingstmontag Vorplatz Jugendheim
Ab 7. Juni Sonntagsmesse jeweils um 10.30 Uhr, beginnend in Merchweiler, die Woche drauf in Wemmetsweiler und immer abwechselnd.
Im Juli habe ich Urlaub und auch die Küsterin von Merchweiler. Ein Vertretungspriester wird vor Ort sein. Ab Juli schlage ich das Sterbeamt am Freitag wieder vor, was bedeutet, die jeweilige Kirche donnerstags schon zu schließen zwecks Reinigung und dann nach der Reinigung am Freitag (Samstag) bis Sonntag geschlossen zu lassen. Praktischerweise ist also das Sterbeamt am gleichen Ort wie die Sonntagsmesse.
Bis Juli wissen wir mehr, täglich muss auf die aktuelle Lage geachtet werden und evtl. gegengesteuert.
Eine Erhöhung der Schlagzahl bei den Eucharistiefeiern und eine Anerkennung anderer Gottesdienstformen als öffentliche Gottesdienste führt dazu, dass wir mehr Verantwortliche in den Teams brauchen. Für Empfangsdienst ebenso wie für Reinigung, Pflege und Desinfektion.

5. Schutzkonzept

Achtung!
Unser Bischof Dr. Stefan Ackermann hat bis auf weiteres alle Gläubigen von der sogenannten Sonntagspflicht befreit. Das heißt, Sie sind auch weiterhin eingeladen ansprechend gestaltete Fernseh- und Rundfunkgottesdienste anzusehen bzw. anzuhören, sowie die geistige Kommunion zu empfangen. Sie begehen keinen Fehler. Darüber hinaus versuchen wir in engem Rahmen öffentliche Gottesdienste zu feiern.
Sollten Sie Krankheitssymptome wie erhöhte Temperatur, Fieber, Husten allgemeine Schwäche, oder sich in amtlich angeordneter Quarantäne befinden, ist ein Gottesdienstbesuch nicht möglich.
Sollten Sie zu folgender Risikogruppe* gehören ist ein Gottesdienstbesuch möglich soweit keine Krankheitssymptome bei Ihnen vorliegen. Beim Empfangsteam jedoch nicht.

Anmeldung
Um an den Gottesdiensten teilzunehmen ist es vorerst nicht mehr möglich wie früher spontan zur Kirche zu kommen, sondern eine aktive Anmeldung vor dem Gottesdienst bis 3 Tage vorher im Pfarrbüro unter der Telefonnummer 06825 5580 bei Frau Schmitt ist zwingend erforderlich. Ohne die Voranmeldung ist kein Besuch des Gottesdienstes möglich. Hierzu muss auch noch eine Datenschutzerklärung abgegeben werden. Die erhobenen Daten sind notwendig um evtl. Infektionsketten rückverfolgen zu können. Ihre Daten sind bei uns sicher und werden nach 3 Wochen gelöscht. Wir speichern Ihren Namen, Vornamen und Ihre Adresse, sowie den Termin des besuchten Gottesdienstes. Einlass zum Gottesdienst ist jeweils 20 Minuten vor Beginn. Es gibt einen Empfangsdienst, bei dem Sie sich anmelden müssen. Der Zutritt wird nur nach Abgleich mit der Anmeldeliste möglich sein.
Ablauf
Ein- und Ausgang regelt der Empfangsdienst. Dieser wird Ihnen auch einen Sitzplatz zuweisen. Bitte im Kirchengebäude nur nach Anweisung des Empfangsteams bewegen. Es gibt keine freie Platzwahl. Beim Betreten des Gottesdienstortes sind die Hände zu desinfizieren, eine Mund-Nasenmaske ist zu tragen. Es erfolgt kein Gesang. Beim Kommunionempfang bitte auf den notwendigen Abstand achten. Die Kollekte findet am Ausgang der Kirche statt. Einzelpersonen sitzen allein in einer Bankreihe, Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, sitzen zusammen. Bitte geben Sie dies bei Ihrer Anmeldung an. Um jeglichen Körperkontakt zu vermeiden, wird auf den Friedensgruß verzichtet.
Aus organisatorischen Gründen erfolgt kein Tausch der gebuchten Plätze untereinander. Falls sich mehr Personen anmelden, als Plätze zur Verfügung stehen, ist ein Gottesdienstbesuch nicht möglich.
Wenn wir von Seiten der Kirchengemeinde zu einem Gottesdiensttermin das Empfangsteam nicht garantieren können, müssen Gottesdienste kurzfristig abgesagt werden.
Das Verlassen des Gottesdienstortes erfolgt durch Anweisung des Empfangsteams. Bitte keine Alleingänge.

Gelobt sei Jesus Christus!

*Zur Risikogruppe gehören:
• Ältere Menschen
• Geschwächtes Immunsystem
• Diabetes
• Schwere Grunderkrankungen
• Herzprobleme
• Stark vorgeschädigte Atemwege

 

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Grußwort im März

Liebe Schwestern und Brüder,

wenn sie in den nächsten Tagen oder Wochen die Pfarrkirche in Wemmetsweiler besuchen, dann lohnt es sich, auch mal bis ganz nach vorne an die Altarstufen zu kommen. Auf der rechten Seite steht unser großer kupferne Kessel, der während des Familiengottesdienstes am Ostermontag unser fantastisches Osterwasser aufgenommen hat. Dieses Wasser ist etwas ganz besonderes und wurde im ganzen Kirchenjahr immer wieder benutzt. Bei Taufen und Segnungen, beim Gedenken und Einweihen. Im Laufe des Jahres ist es natürlich weniger geworden und es haben sich Kalkränder im Bottich gebildet. Nicht mehr lange, dann ist der Bottich leer. Auf meine Frage an eines unserer Kommunionkinder, was dann los sein wird, sagte das Kind: „dann können keine Kinder mehr getauft werden“. Recht hat das Kind, wenn kein Taufwasser mehr da ist, kann auch kein Kind mehr getauft werden. Es wird also Zeit, dass bald wieder Ostern ist. Taufe und Ostern hängen irgendwie zusammen, an der Taufstelle in Wemmetsweiler kann man das sehen. Wenn kein Wasser mehr da ist, dann ist der Bottich leer, dann kann nicht mehr getauft werden.

Um diesen tollen Ort aufzuwerten, hat unser Diakon Alexander Gross, einen bemerkenswert schönen Deckel für den Kupferkessel geschaffen. Eine lackierte Holzscheibe schützt das Osterwasser vor Verschmutzung und unnötiger Verdunstung. Den Blick in das Innere des Taufbrunnens ist dennoch möglich, da Alexander Gross eine Sichtöffnung geschaffen hat, die es jedem erlaubt den aktuellen Wasserstand einzusehen und sich hoffentlich auch Gedanken über das Gesehene zu machen. In den Deckel eingelassen ist die Taufschale, welche zum Schöpfen des Wassers herausgehoben werden kann. Passend zum Deckel hat Alexander Gross einen Kerzenständer geschaffen. Die flammende Gestaltung erinnert an den Heiligen Geist, der gerade an diesem Ort im Handeln greifbar wird. Danke lieber Diakon Alexander Gross für deinen großartigen Einsatz.

Kommen sie ruhig mal vorbei und nutzen sie die Stille des Raumes um die Taufstelle in Wemmetsweiler auf sich wirken zu lassen, kommen sie vorbei auf ein Gebet, sie sind herzlich eingeladen.
Ich wünsche Ihnen, dass sie in den Wüsten ihres Lebens, immer einen Brunnen mit lebendigem Wasser finden.

Ihr Pastor Patrik Krutten

 

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Grußwort im Februar

„Hänsel und Gretl verirrten sich im Wald. Es war so finster und auch so bitterkalt. Sie kamen an ein Häuschen von Pfefferkuchen fein, wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein.“

Liebe Schwestern und Brüder,

diese Liedzeile, angelehnt an das berühmte Kindermärchen „Hänsel und Gretl“, kam mir beim Nachdenken über mein aktuelles Grußwort in den Sinn. Denn es soll um das Thema Richtung gehen, welches wir im Gebetsschatzgottesdienst an Lichtmess besonders betrachten wollen. Und ich fragte mich, welche bekannte literarische Gestalt steht wohl stellvertretend für jemanden, der die Richtung und die Orientierung verloren hat. Und so kam mir die Liedzeile in den Sinn. Nicht ganz freiwillig haben sich Hänsel und Gretl verlaufen, im Gegenteil, ihnen wurde die Orientierungslosigkeit geradezu aufgezwungen. Ohne Orientierung verlassen sie den Boden der bekannten Realität und treffen auf ein Zauberwesen, welches für sie nichts Gutes im Sinn hat.

Ich glaube, so ist es auch im Glaubensleben von uns Christen. So lange wir unsere Richtung kennen, so lange wir wissen, wohin der Weg uns führen soll ist alles in Ordnung. Aber wehe wir verlieren die Richtung oder gar die Orientierung. Dann sind auch wir in der Gefahr, den Boden der Realität unter den Füssen zu verlieren, dann sind wir in der Gefahr auf Zauberwesen zu treffen, die nichts Gutes im Sinn für uns haben.

Orientierung im Glauben ist wichtig. Doch was bedeutet Orientierung. Wörtlich gesehen bedeutet es Ostung. Der betende Christ hat von alters her, beim Gebet nach Osten geblickt. Nicht um die Sonne zu verehren, das wäre heidnisch, sondern um in die Richtung zu blicken, in die alle Christen schauen, weil sie von dort die Wiederkunft des Herrn erwarten. Und so der Volksglaube, wenn er aus dem Osten wiederkommt, wird er jetzt wohl auch dort sein. Alle gemeinsam richteten sich also nach Osten im Gebet aus. Es geht um Hinwendung zu Gott, sich aufmachen um ein oder mehrmals am Tag bewusst nach Osten zu blicken und die Gebete zu verrichten. Für mich klingt das sehr interessant. Nach Osten blicken um von dort die Wiederkunft des Herrn zu erwarten, scheint mir auch zu tiefst sinnvoll. Und das ist keine Sache, mit der ich alleine dastehe, wie mit so manch einer Gottesbegegnung, bei einem meiner Spaziergänge allein im Wald. Wenn alle beim Gebet nach Osten blicken, dann bin ich plötzlich Teil einer Gemeinschaft, die Gott nicht nur im Innern sucht, sondern durch die Gebetshaltung und das Aufmachen auch dem weltlichen Raum gebührende Achtung und Respekt entgegenbringt.

Viele Kirchen wurden im Laufe der Jahrhunderte gebaut und wo es möglich war, hat man diese auch nach Osten ausgerichtet. Leider ist diese gute Tradition mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Viele Menschen wissen ad hoc gar nicht mehr wo Osten überhaupt liegt. Christus in meinem Inneren ist gut, aber ich glaube auch, dass es gut ist, die Welt nicht zu vergessen, Gott nicht nur zu einem inneren Phänomen zu machen, sondern durch unsere Gebetshaltung zu Zeuginnen und Zeugen eines in der Welt anwesenden Gottes zu werden. Ja damit zu bezeugen, dass wir in einer Welt leben, die nach seinem Willen geschaffen worden ist. Und dass dieser Schöpfungsakt uns dazu verpflichtet, gut mit uns und unseren Mitmenschen umzugehen und die Schöpfung nicht mit Füssen zu treten, sondern sie wertschätzend aus der Hand des Schöpfers als Erbe anzunehmen, das es zu bewahren gilt. Richtungsweisend nenne ich das.

Ihr
Patrik Krutten
Pastor

 

 

Ein Gebet

Ich möchte
Speise werden, um die Hungrigen zu sättigen,
Kleidung, um den Nackten zu bedecken,
Trank, um die Durstigen zu erfrischen,
Arznei, um den Magen der Schwachen zu stärken,
ein weiches Bett, damit sich die Müden ausruhen,
Heilmittel und Fürsorge, um die Leiden der Kranken, der Lahmen, der Verstümmelten, der Tauben, der Stummen usw. zu lindern,
Licht, um die geistlich und leiblich Erblindeten zu erleuchten.

Hl. Vinzenz Pallotti

Ein Zitat

Mutter Teresa auf die Frage, was vor allem sich an der Kirche ändern müsse: "Sie und ich!"

Sel. Mutter Teresa
Teresia (Agnes) Gonxhe Bojaxhiu

Neuigkeiten aus der Weltkirche ...

Das weltkirchliche Engagement der deutschen Bistümer umfasst u.a. den Missionarischen Dienst, die Weltkirchlichen Freiwilligendienste, die Hilfswerke, die Partnerschaftsarbeit und den Fairen Handel.
  • Der maronitische Patriarch Kardinal Bechara Rai hat die Religionsgruppen im Libanon vor einem Schachern um Ämter bei der Regierungsbildung gewarnt. Andernfalls drohe eine "Lähmung" des politischen und wirtschaftlichen Lebens.

... & aus der Bibel

Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.

Mt 7,7